Kleine Wochenendwanderung: Einmal im Kreis und ´ne Schleife dran.

Grosser Plessower See und Wachtelberg

 

Nach Tagen der Trübnis und des Regens hatten wir am 23. Oktober endlich wunderschönes Herbstwetter. Wir, das waren leider nur vier Wanderer, die offensichtlich der positiven Wettervorhersage getraut hatten.

Nach kleiner Wartezulage starteten wir um 10:30 Uhr in der Strasse Am Plessower See, wo man an der Zufahrt zum Fischerhof Kühne (noch) gut parken kann. Vorbei am Wasserwerk und der Werderaner Badeanstalt geht es über einen gestuften Abstieg hinunter zum Seeufer des Grossen Plessower Sees. Der ist, wie sein südlicher Bruder, der Glindower See, ein 4 – 16 m tiefer Rinnensee, während des letzten markanten Eisvorstosses vor ca. 20 000 Jahren ausgeschürft. Während die östliche Uferseite, nach Werder hin, ziemlich steil ansteigt, und der Weg nach Kemnitz zu immer schmaler wird und dichter an Schilf und Erlenbruchwald heranführt, zeigt uns der Rückweg auf der westlichen Seite über die Ortschaft Plessow ein deutlich anderes Landschaftsbild. Strahlende Sonne und bunte Herbstfärbung haben uns diese landschaftliche Abwechslung geniessen lassen.

Der zweite Abschnitt des Rundweges führte uns über den Feldweg zum Karfunkelberg auf ein Teilstück des „Panoramaweges“. Dort oben, auf Anhöhen zwischen schwindelerregenden etwa 70 m über NN gab´s dann auch die versprochenen schönen Fernsichten. Auch diese Berge verdanken ihre Entstehung der letzten, der Weichsel-Kaltzeit. Hier haben die sich langsam vorwärts(südwärts) bewegenden Gletschermassen die Schmelzwassersedimente vorheriger Kaltzeiten einfach zur Seite geschoben, gestaucht.

Am neuerrichteten mechanischen Telegraphen der Station 5 des ersten kaiserlichen Fern-Informationssystems aus den 1830er Jahren fanden wir dann leider eine – vermutlich durch Vandalismus – zerstörte Informationstafel zu eben diesem Telegraphen-System vor ... Ansonsten ein schöner Ort für Fahradfahrer, Skater wie eben auch für Wanderer. Die Seen lagen dunkelblau vor uns, einzelne verwilderte Apfelbäume lockten mit sehr schmackhaftem Pausensnack.

Zurück durch Glindows alte Dorfstrassen wieder am Parkplatz angelangt, entschlossen wir uns, die schon angedachte Tourenerweiterung auch durchzuführen, das schöne Herbstwetter zu nutzen und so auf insgesamt 21 km zu kommen. Am Rande des Werderaner Stadtparks führte der Weg, dann ein Pfad, entlang einer weiteren Stauchmoräne der Eiszeit. Diese trennt die beiden Rinnenseen von der Havelseekette. Davon wollten wir auch noch etwas sehen, vom Wachtelberg aus. Von dort, unserem letzten Tagesgipfel, erahnt man schon etwas mehr von dem durch die bewaldeten Hügel versteckten Potsdam. Natürlich ist der Schäferberg zu sehen (Telegraphenstation 3) und in gegenüberliegender Richtung der Phöbener Berg. Etwas trüber ist es nun doch geworden, die Weinsaison in Dr. Lindickes Reich ist leider auch schon das Wochenende zuvor beendet worden. Freundlicherweise verbleiben aber für Spaziergänger und Wanderer immer noch ein paar Trauben hängen, so dass diese kleine Sonnabendrunde mit einer Direktverkostung auf angenehme Weise zu Ende geführt werden konnte.

 

 

Fotos: Astrid Flöte

Dieses verlängerte Wochenende war perfekt organisiert: mit Anreise der ersten Potsdamer hörte der Regen "schlagartig " auf und von da ab gab es nur noch Sonnenschein. Im Landhaus Bielagrund hatten sich 12 Dinkelsbühler  und 14 Potsdamer Kletter- und Wanderfreunde eingemietet. Die Örtlichkeit ist so passend für diese Treffen, dass entschieden wurde, nie mehr woanders Quartier nehmen zu wollen.
Es standen uns drei schöne Klettertage bevor, Freitag abend gab es einen gemeinsamen Besuch des "Freischütz" in der Felsenbühne Rathen.
Sowohl die Kletterfraktion als auch die Wandererfraktion sind alle auf ihre Kosten gekommen. Die ersten Dinkelsbühler haben ihren ersten Sachsen-Vorstieg gewagt und die Wanderer drangen in kaum bekannte Ecken vor.
Auch die gemeinsame Verpflegung hat bestens funktioniert. Das Frühstück konnten wir bereits auf der Terrasse im Sonnenschein genießen. Nach dem abendlichen Grillen wurde zu später Sunde am Lagerfeuer dann sogar zu Gitarrenmusik gemeinsam gesungen.
Ein wenig überschattet wurde alles durch einen Armbruch aufgrund glitschiger Steine beim Anmarsch zu den Felsen- die Bergwacht wurde bemüht und der Dinkelsbühler Patient landete im Pirnaer Krankenhaus, mußte operiert werden und konnte am Sonntag nicht mit nach Hause fahren. Aber inzwischen ist er wieder daheim und auf dem Weg der Besserung.  
Wir freuen uns nun schon auf das nächste Jahr- dann geht es wieder nach Franken.

Südostriß (IV) am Jupiterturm

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